| Karbatsche
Eine Karbatsche ist eine aus ledernen Riemen geflochtene Peitsche und diente
ursprünglich dem Viehtrieb. Der Name kommt entweder aus dem polnischen karbacz =
lederne Hetzpeitsche oder stammt von der türkischen Bezeichnung Kurbatsch ab.
Karbatschen werden heute überwiegend durch Seilereien im oberschwäbischen Raum
vertrieben.
Herstellung
Eine Karbatsche wird noch nach wie vor wie vor hunderten von Jahren hergestellt. Sie
besteht aus geflochtenen Hanfseilen und einem kurzen Holzstiel. Früher wurden sie häufig
zum Viehtreiben verwendet, aber heute ist sie ausschließlich in der oberschwäbischen
Fasnacht (Fasnet) zu finden, wie beispielsweise in Weingarten bei der Plätzlerzunft
oder in Stockach.
Schnellen
Das sogenannte Schnellen gilt als eine Kunst der Karbatschenanwendung. Dabei
dreht man die Karbatsche schnell in eine Richtung, dann dreht der Schneller genannte
Anwender seinen Körper in entgegengesetzter Richtung und zieht die Karbatsche aber erst
dann mit, wenn sie sich fast hinter ihm befindet. Der am äußeren Ende angebrachte
Nylonbändel durchbricht durch die hastige Bewegung in entgegengesetzer Richtung die
Schallmauer und knallt mit dem typischen Peitschenknall. Dieser Vorgang wird so lange
wiederholt bis der Schneller erschöpft ist.
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