|
Der Morgestraich (auch Morgenstraich oder Morgenstreich) am Montag
Morgen nach Aschermittwoch um 04:00 Uhr ist der Auftakt der Basler Fasnacht. Zu diesem
Zeitpunkt wird die Innenstadt vollständig verdunkelt, die Basler Stadtwerke löschen dort
die Strassenbeleuchtung. Das einzige Licht kommt noch von den Laternen der Cliquen, die
darauf ihre Sujets (französisch für Themen) präsentieren. Vor den Cliquen wird
eine grosse Zuglaterne getragen bzw. auf einem Wagen gerollt. Zudem trägt jeder Aktive
eine Kopflaterne, die der Zuglaterne nachempfunden ist. Diese dient zugleich als
Erkennungsmerkmal für Zugehörigkeit zur Clique, da die Fastnachtler am Morgestraich
traditionell keine einheitlichen Kostüme tragen. Diese offene Kleiderordnung wird Charivari
genannt.
Auf das Kommando "Morgestraich, vorwärts marsch" ihres Tambourmajors setzen
sich die Fasnachts-Cliquen in Marsch und beginnen mit ihren Trommeln und Piccoloflöten
das grösste Pfeifkonzert der Welt. Der erste Marsch, der von allen Cliquen gespielt wird,
trägt dabei den bezeichnenden Namen "Morgestraich".
Zum Morgestraich haben auch viele Kneipen und Wirtschaften geöffnet und werden
voraussichtlich für die nächsten 72 Stunden nicht mehr schliessen. Dort geniessen die
Zuschauer die traditionellen Fasnachtsspeisen wie Mehlsuppe, Zwiebel- und Käsewähe
(pikanter Zwiebel- bzw. Käsekuchen, der meist warm gegessen wird).
Aufgrund einer falsch gestellten Uhr bei den Basler Stadtwerken wurde die
Strassenbeleuchtung 2002 schon um 03:59 Uhr gelöscht. Da die Fasnachtler trotzdem bis
Donnerstag um 04:00 Uhr feierten, dauerte die Fasnacht somit 2002 eine Minute länger als
sonst.
Da es in den vergangenen Jahren immer wieder Geschäfte gab, die sich der Basler
Tradition widersetzten und zum Morgestraich die Lichter ihrer Schaufenster nicht
löschten, wurde 2003 eine "schnelle Eingreiftruppe" gebildet, die mit schweren
Decken und Bretterverschlägen für Verdunklung sorgen sollte.
Zum Morgestraich 2003 kamen mehr als 100'000 Zuschauer und Aktive aus Basel und den
anliegenden Ländern.
Geschichte
Bereits 1804 wurde die Fasnacht mit einem lauten Trommelkonzert eröffnet. Man hatte
dazu eine Ausnahmegenehmigung erteilt, da Trommeln in der Stadt vor 6:00 Uhr morgens
verboten war. Es war jedoch ein mehr oder weniger einmaliges Ereignis.
Die heutige Morgestraich-Tradition begann erst 1833 mit dem ungesetzlichen Morgestraich
von Samuell Bell. Während der 1830er Jahre unterlag die Fasnacht zahlreichen
Beschränkungen, insbesondere war die Strassenfasnacht verboten. Bell scharte jedoch
ungefähr 150 Anhänger um sich, die später als "Bells Spiessgesellen" bekannt
wurden. Mit ihnen führte Bell den Morgestraich durch, bei dem die Fasnachtler aus ganz
Basel mit Trommeln und Pechfackeln durch die Stadt zogen. Polizei und Obrigkeit waren
machtlos und hüteten sich davor, mit Waffengewalt gegen die feiernden Menschen
vorzugehen. 1835 fand dann, mit offizieller Duldung, um 04:00 Uhr morgens ein Morgestraich
statt. Diese Uhrzeit hat sich bis heute erhalten. 1845 wurden die Pechfackeln wegen der
Brandgefahr verboten. Diese wurden durch die noch heute üblichen Laternen ersetzt.
|
Dieser Text stammt aus der freien
Enzyklopädie Wikipedia |
Karneval 2010 |
| Endlich da: Ein Buch, das Kindern den Karneval
erklärt Karneval Wie geht das? Fastelovend kinderleicht erklärt
Das neue, eigens auf Kinder zugeschnittene Karnevalsbuch des Festkomitees
des Kölner Karnevals von 1823 e.V. Karneval Wie geht das? vermittelt
nicht nur weiter |
|
|
Wunschzettel
an den Weihnachtsmann
Die Adressen des Weihnachtsmann |
|
| Der Karnevalsumzug, in Basel auch Cortège,
ein Umzug verschiedener verkleideter/maskierter Gestalten durch die Stadt, ist einer der
Höhepunkte des Straßen-Karnevals und eine der ältesten bekannten Manifestationen des
Karnevals. Überregional bekannt sind in Deutschland vor allem die Rosenmontagszüge
in Köln, Mainz und Düsseldorf, bei denen je bis zu 1.000.000 Zuschauer den Zug säumen.weiter |
|